Dort, wo einst die Hauptmoschee stand, ließen die katholischen Könige die Kathedrale errichten. Ihr Bau wurde Anfang des 16. Jahrhunderts von Enrique Egas begonnen, ging dann aber bald in die Hände von Diego de Siloé über, der dieses als Höhepunkt spanischer Renaissancekunst geltende Bauwerk entwarf. Die Hauptfassade mit dem Glockenturm am äußeren Rand ist ein Meisterwerk von Alonso Cano. Im Inneren krönen die aus Flandern eingeführten Buntglasfenster die Mauern der Hauptkapelle und lassen gedämpftes Licht auf die wichtigsten Schätze der Kathedrale fallen: Das Kruzifix in der Sakristei von Martínez Montañés und die darunter befindliche Muttergottes von Alonso Cano.